Breaking the roles

Der große Tag ist gekommen. Im Jugendhaus „CHIP“ treffen bereits die ersten Zuschauer*innen ein. Es ist ein regnerischer Tag, doch die zugezogenen Vorhänge im Saal lassen den Alltag draußen vergessen.


Es ist kurz vor 16 Uhr, der Saal ist bereits gut gefüllt und hinter dem großen Vorhang gucken immer wieder nervöse Gesichter hervor.

Das Licht wird gedimmt und der Vorhang geht auf. Die Mädchen kommen heraus, alle schwarz gekleidet und mit gesengtem Kopf.

In dem Stück, das insgesamt 40 Minuten dauert, berichten die Mädchen aus ihrer Sicht, von bestehenden Rollenklischees und Erziehungsungleichheiten zwischen Jungen und Mädchen. Ihre Sorgen und Nöte drücken sie dabei in Form eines Tagebuchseintrags aus.

Warum dürfen Mädchen nicht auch in der Jungenmannschaft spielen, warum darf ich nicht so lange wie mein Bruder draußen spielen und warum darf ich keine Feuerwehrfrau werden? – diesen und weiteren Fragen werden nachgegangen und tänzerisch Ausdruck verliehen.

Zum Ende hin erwacht das Mädchen aus einem Traum und weiß nun doch ganz genau, was es tun muss, um ihre Träume verwirklichen zu können.

Das Stück beleuchtet die gesellschaftlichen Unterschiede von Mädchen / Frauen und Jungen / Männern. Trotz der vielen, unterschiedlichen Blickwinkeln, die betrachtet und beschrieben wurden, bleibt eine Äußerung im Gedächtnis:

                                          „Menschen sind so, wie sie sind, liebevoll“.

Lächelnde Gesichter und applaudierende Zuschauer*innen lassen die Anstrengungen der vergangenen Wochen vergessen und die Mädchen vor Stolz erstrahlen.

Ein anschließender Film, über die Proben, lässt den Spaß und die Freude der beteiligten Mädchen nur ansatzweise erahnen. Alle sind sich einig, dies war eine unvergessliche Zeit, in der neue Freundschaften geschlossen wurden, in der man Neues ausprobieren konnte und das getan hat, was einem Spaß macht.

Wir danken dem Seitenwechsel für die Planung, Organisation und Unterstützung!